Donnerstag, 21. Juni 2012


Ich war und ich werde sein. Ich bin und ich werde vergehen.

Ich habe geliebt und gehasst. Ich habe gehofft und war verzweifelt. Ich habe gewünscht und verwünscht. Ich hatte Angst und war mutig. Ich habe alles getan und nichts versucht. Ich habe geweint und gelacht. Ich bin weiter gegangen und stehen geblieben. Ich war allein und ich war mit Freunden. Ich habe geredet und geschwiegen. Ich war verlassen und begehrt. Ich habe Fehler gemacht und war fast perfekt. Ich habe auf andere gehört und widersprochen. Ich war dafür und dagegen. Ich habe gebangt und mich gefreut. Ich bin gewachsen und wieder umgefallen. Ich war vollkommen abgekapselt und mittendrin. Ich hatte Hilfe und hab alles alleine gemacht.


Doch immer, immer war ich ICH. Nicht jemand anders. Nicht die, die ich sein sollte. Nicht die Tochter die immer hört. Nicht die Freundin, die alles macht was man sagt. Nicht die Kollegin, die immer springt, wenn man in die Hände klatscht.

Ich war vielleicht immer anders. Aber immer die, die ihren Weg geht. Den aufrechten Weg. Denn, in meinen Augen, richtigen Weg.

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