Ich
war und ich werde sein. Ich bin und ich werde vergehen.
Ich
habe geliebt und gehasst. Ich habe gehofft und war verzweifelt. Ich
habe gewünscht und verwünscht. Ich hatte Angst und war mutig. Ich
habe alles getan und nichts versucht. Ich habe geweint und gelacht.
Ich bin weiter gegangen und stehen geblieben. Ich war allein und ich
war mit Freunden. Ich habe geredet und geschwiegen. Ich war verlassen
und begehrt. Ich habe Fehler gemacht und war fast perfekt. Ich habe
auf andere gehört und widersprochen. Ich war dafür und dagegen. Ich
habe gebangt und mich gefreut. Ich bin gewachsen und wieder
umgefallen. Ich war vollkommen abgekapselt und mittendrin. Ich hatte
Hilfe und hab alles alleine gemacht.
Doch
immer, immer war ich ICH. Nicht jemand anders. Nicht die, die ich
sein sollte. Nicht die Tochter die immer hört. Nicht die Freundin,
die alles macht was man sagt. Nicht die Kollegin, die immer springt,
wenn man in die Hände klatscht.
Ich
war vielleicht immer anders. Aber immer die, die ihren Weg geht. Den
aufrechten Weg. Denn, in meinen Augen, richtigen Weg.
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